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Spielformen

VIERER-BESTBALL

Beim Vierball-Bestball spielen beide Partner jedes Loch mit ihrem eigenen Ball.

Das jeweils bessere Ergebnis wird eingetragen. Das kann, bei entsprechender Vorgabenverteilung, auch die höhere Schlagzahl sein. In dieser Spielform bekommt jeder Spieler nur 3/4 seiner Vorgabe zugeteilt.

Ein Beispiel:
Der Spielerin Ulla Müller hat Vorgabe 24 (3/4 von 24 ergibt 18), das heißt, Frau Müller hat an allen Löchern einen Schlag vor.

Der Spieler Manfred Schulz hat Vorgabe 36 (3/4 von 36 ergibt 27), Herr Schulz hat also an den Löchern mit der Vorgabenverteilung 1 bis 9 zwei Schläge vor, an den Löchern mit der Vorgabenverteilung 10 bis 18 einen Schlag vor.

Auf dem Loch mit der Vorgabenverteilung 5, einem Par 4, spielt Frau Müller eine 5, also Netto Par; da Herr Schulz ebenfalls eine 5 spielt (aber aufgrund seines Handicaps zwei Schläge vor hat), ist dies netto ein Birdie. 
In diesem Fall wird auf der Scorekarte das Ergebnis von Herrn Schulz eingetragen.

Die Spielform Vierball-Bestball ist ein Teil des bekannten Ryder Cups.

 

CHAPMAN-VIERER

Beide Partner schlagen an jedem Loch ab. Als zweiten Schlag spielen beide Partner über Kreuz jeweils den Ball des anderen weiter. Nach diesem zweiten Schlag wird ein Ball ausgewählt.

Ist der ausgewählte Ball der Ball, den Spieler A als zweiten Schlag gespielt hat, spielt B mit diesem Ball den nächsten Schlag, der andere Ball wird aufgehoben. Von hier ab wird bis zum letzten Putt abwechselnd weitergespielt.

Sonderregeln beim Chapman-Vierer:
Besonderheiten der Regeln beim Chapman-Vierer ergeben sich durch den Spielmodus des „doppelten Abschlags“. Folgende Regeln sind zu beachten:
Nach dem Abschlag landen beide Bälle im Aus. Das Wahlrecht beschränkt sich darauf, dass nur durch einen der Partner mit einem Strafschlag ein weiterer Ball ins Spiel gebracht werden darf. Der Herr muss also den nächsten Ball vom Damenabschlag oder die Dame den nächsten vom Herrenabschlag spielen (bei gemischten Flights).



SCRAMBLE

Zwei, drei oder vier Spieler einer Spielergruppe bilden zusammen ein Team. Gezählt wird nach den Zählspielregeln. Alle Spieler schlagen ab und entscheiden danach, welcher der Bälle am besten liegt. (Das muss nicht unbedingt der Weiteste sein.) Alle anderen Bälle werden aufgehoben und je nach Vereinbarung innerhalb einer Scorekartenlänge oder einer Schlägerlänge vom „besten Ball“ (aber nicht näher zum Loch) gedroppt. Alle Spieler spielen ihren Ball von dieser Position aus weiter und wählen danach erneut einen Ball aus, von dessen Lage aus jeder seinen Ball weiterspielt.

Die gedroppten Bälle müssen dabei in der gleichen Lage gespielt werden, wie der ausgewählt Ball. Liegt also der ausgewählt Ball im Bunker, Rough oder Wasserhindernis dürfen auch alle anderen Bälle beim Droppen nicht aus der entsprechenden Lage herausrollen. Ebenso wird auf dem Grün verfahren, wo der beste Ball markiert wird und alle Spieler von derselben Stelle spielen. Das Loch ist beendet, sobald ein Ball des Teams eingelocht worden ist.

Die Brutto-Ergebnisse des Teams werden an jedem Loch in die Scorekarte eingetragen, nach Beendigung der Runde addiert und die Vorgabe abgezogen. Pro Team gibt es pro Loch also unabhängig von der Anzahl der Spieler im Team nur ein Ergebnis.

Vorgabe
Die Ermittlung der Vorgaben je Team wird durch die Spielleitung festgelegt.