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Wettspielordnung

Regeln / Platzregeln

Gespielt wird nach den Offiziellen Golfregeln des DGV (einschließlich Amateurstatut) und den Platzregeln des Royal St. Barbara’s Golfclub Dortmund e.V.
Ferner gilt: Nehmen an einem Wettspiel GolfspielerInnen mit Behinderungen in den Kategorien
Blinde GolfspielerInnen,
GolfspielerInnen mit Amputationen,
GolfspielerInnen, die Stöcke oder Krücken benötigen,
GolfspielerInnen, die einen Rollstuhl benötigen oder
GolfspielerInnen mit geistiger Behinderung
teil, so ist es der Spielleitung gestattet, gemäß den „Anpassungen der Golfregeln für Golfer mit Behinderung“ (siehe golf.de Stichwort: Anpassungen der Golfregeln für Golfer mit Behinderungen) einzelne Golfregeln für die betreffenden Personen entsprechend ihrer Behinderungskategorie abzuändern.
Anpassungen der Regeln sind nicht erforderlich, wenn schon nach Ausnahme 1. zu Regel 14-3 die Benutzung eines Hilfsmittels die gesundheitlichen Probleme mildert und dessen Benutzung nach Überzeugung der Spielleitung dem Spieler keinen ungebührlichen Vorteil gegenüber anderen Spielern gibt.
Festgesetzte Runde
Soweit in der Ausschreibung nicht anders angegeben, gilt bei Wettbewerben mit Runden über 18 Löcher die Runde als festgesetzt über die Löcher 1 bis 18. Im Fall von Runden über 9 Loch beläuft sich die Runde über die angegeben 9 Loch in der Reihe 1 bis 9 bzw. 10 bis 18. Ist „Kanonenstart“ ausgewiesen, beginnt die Runde an dem in der Startliste festgelegten Loch, ansonsten bleibt die Reihenfolge der Löcher gleich.
Unangemessene Verzögerung; langsames Spiel (Regel 6-7)
Hat eine Spielergruppe nach Auffassung der Spielleitung den Anschluss an die vorangehende Spielergruppe verloren oder hat sie, falls Richtzeiten zum Spielen eines oder mehrerer Löcher vorgegeben sind, mehr Zeit als die Richtzeit benötigt, so wird die Spielergruppe ermahnt. Wird danach eine Verbesserung des Spieltempos nicht festgestellt, wird der Spielergruppe mitgeteilt, dass ab sofort für jeden einzelnen Spieler eine Zeitnahme durchgeführt wird. Die Zeitnahme beginnt, wenn der Spieler mit seinem Schlag an der Reihe ist. Überschreitet der erste Spieler die Zeit von 50 Sekunden und die folgenden Spieler die Zeit von 40 Sekunden für die Ausführung des Schlages, so gilt dies als Verstoß gegen Regel 6-7. Strafe für Verstoß im Lochspiel:
1. Verstoß: Lochverlust
2. Verstoß: Disqualifikation
bzw. im Zählspiel:
1. Verstoß: 1 Schlag
2. Verstoß: 2 Schläge
3. Verstoß: Disqualifikation
Strafschläge werden an dem Loch hinzugerechnet, an dem der Verstoß begangen wird. Wird das Spiel zwischen dem Spielen zweier Löcher verzögert, so wirkt sich die Strafe am nächsten Loch aus.
 Spielunterbrechung
Es gilt Ziffer 4 in Anhang I Teil B der Golfregeln.
Signal für Spielunterbrechung:
Sofortiges Unterbrechen des Spiels (Gefahr): 1 langer Signalton
Unterbrechung des Spiels: 3 kurze Töne
Wiederaufnahme des Spiels: 2 kurze Töne
Unabhängig hiervon kann jeder Spieler bei Blitzgefahr das Spiel eigenverantwortlich unterbrechen  (Regel 6-8a.II).
 Üben während der Runde
In Zählspielwettbewerben ist gemäß Regel 33-1 die Anmerkung 2 zu Regel 7-2 in Kraft:
Zwischen dem Spielen von zwei Löchern darf ein Spieler auf oder nahe dem Grün des zuletzt gespielten Lochs keinen Übungsschlag spielen und darf die Oberfläche des Grüns des zuletzt gespielten Lochs nicht durch Rollen eines Balls prüfen.
Strafe für Verstoß: 2 Schläge am nächsten Loch; bei Verstoß am letzten Loch 2 Schläge an diesem Loch
Elektronische Kommunikationsmittel
Das Mitführen von sende- und/oder empfangsbereiten elektronischen Kommunikationsmitteln oder deren Benutzung auf dem Platz wirkt störend und rücksichtslos. Stellt die Spielleitung eine schwerwiegende Störung des Spielbetriebs durch die Benutzung eines solchen Gerätes durch einen Spieler oder Caddie fest, so kann die Spielleitung diese Störung als schwerwiegenden Verstoß gegen die Etikette bewerten und eine Disqualifikation aussprechen.
Caddies und Zuschauer bei Kinder- und Jugendturnieren
Bei Jugendwettspielen sind Caddies nicht erlaubt.
Strafe bei Verstoß: Disqualifikation
Um ein ungestörtes Spiel zu ermöglichen, sind Eltern und Begleitpersonen gehalten, sich während des Turnierverlaufs nicht auf dem Golfplatz aufzuhalten, sondern die Gastronomie oder unsere Übungsanlagen zu nutzen. Stellt die Spielleitung eine Störung des Spiels fest, kann sie die betreffenden Personen jederzeit für die Dauer des Turniers des Platzes verweisen.
Carts
Soweit in der Turnierausschreibung nicht anders vorgegeben (Vermerk: „Carts sind zugelassen“), gilt in Zählspiel- und Lochspielwettbewerben: Ein Spieler und sein Caddie müssen zu jeder Zeit während der festgesetzten Runde zu Fuß gehen, außer das kurzfristige Fahren/Mitfahren wird von der Spielleitung/Platzrichter ausdrücklich gestattet.
Ausnahmen für Spieler mit einer Gehbehinderung:
Die Spielleitung kann Spielern mit einer Gehbehinderung, die von der zuständigen Behörde durch Ausstellung eines Schwerbehindertenausweises mit einem sich auf die Gehbehinderung beziehenden Merkzeichen im Sinne des §3 Abs.1 Schwerbehindertenausweisverordnung anerkannt ist, die Nutzung eines Beförderungsmittels gestatten, sofern dieses nicht auch als Hilfsmittel bei der Ausführung des Schlages benötigt wird. Die Gehbehinderung ist rechtzeitig vor dem Wettspiel, in dem die Nutzung beabsichtigt ist, durch Vorlage des Schwerbehindertenausweises gegenüber dem GV NRW (Geschäftsstelle) nachzuweisen.
Auf Antrag an die sportliche Leitung kann Spielern mit einer dauerhaften Erkrankung, die eine Beförderungshilfe für das Golfspiel über 18 Loch erfordert, die Nutzung eines Beförderungsmittels für festgelegte Turniere gestatten, sofern dieses nicht auch als Hilfsmittel bei der Ausführung des Schlages benötigt wird. Über den Antrag entscheidet der Vorgabenausschuss.
Die Nutzung eines Beförderungsmittels ist in jedem Fall erst nach ausdrücklicher Genehmigung gestattet.
Strafe für Verstoß im Lochspiel: Lochverlust für jedes Loch, bei dem der Verstoß festgestellt wird, höchstens jedoch 2 Löcher
Strafe für Verstoß im Zählspiel: 2 Schläge an jedem Loch, an dem der Verstoß festgestellt wird, höchstens jedoch 4 Schläge pro Runde
Im Falle eines Verstoßes zwischen 2 Löchern wirkt sich der Verstoß am nächsten Loch aus.
Der Spieler muss sofort nach Feststellen des Verstoßes die Benutzung des Fahrzeugs einstellen, andernfalls wird er sowohl im Loch- als auch im Zählspiel disqualifiziert.
Zählkarte abgeben
Ist für das Wettspiel keine andere „Scoring Area“ angegeben, gilt das Sekretariat als „Scoring Area“. Die Zählkarte gilt als abgegeben, wenn der Spieler den Bereich der Scoring Area verlassen hat. (Entscheidung 6-6c/1)
Ist die Scoring Area nicht besetzt und steht eine Zählkartenbox bereit, gilt die Zählkarte als abgegeben, wenn sie in die Box eingeworfen wurde.
Es wird dringend empfohlen, dass jeder Spieler seine Karte persönlich abgibt, um evtl. Missverständnisse zu vermeiden!
Vorgabenwirksamkeit
Alle in Einzelzählspielwettspielen erzielten Ergebnisse sind vorgabenwirksam, sofern alle Bestimmungen des DGV-Vorgabensystems erfüllt sind.
Course Rating Ausgleich
In Bruttowettspielen, in denen Spieler gemeinsam gewertet werden, die von unterschiedlichen Abschlägen gespielt haben, wird ein Course-Rating-Ausgleich vorgenommen.
Entscheidung bei gleichen Ergebnissen
Lochspiel:
Soweit in der Ausschreibung keine andere Regelung angegeben wurde bzw. ist lediglich „Stechen nach Sudden Death“ angegeben, gilt: Endet ein Lochspiel gleich („All Square“) wird Loch für Loch weitergespielt, bis eine Partei ein Loch gewinnt. Start und Reihenfolge der Löcher im Stechen entsprechen der vorgegebenen Reihenfolge gemäß Ausschreibung für das Lochspiel. Im Vorgabenlochspiel werden die Vorgabeschläge wie auf der festgesetzten Runde angerechnet.
Zählspiel:
Ist in der Ausschreibung des Turniers keine abweichende Regelung angegeben bzw. ist lediglich die Angabe „nach Stechprotokoll“ angegeben, erfolgt ein Stechen nach „Kartenstechen“ nach folgendem Verfahren:
Bei Turnieren über mehrere Runden entscheidet das Ergebnis der letzten 18 Löcher, bei Gleichheit der letzten 36 Löcher usw. Sollte auch dann noch Gleichstand bestehen bzw. handelt es sich um ein Turnier über 18 Loch, gilt das Ergebnis der letzten Runde auf den Löchern mit der Vorgabenverteilung 1/18/3/16/5/14/7/12/9. Bei weiterer Gleichheit entscheiden die Löcher mit der Vorgabenverteilung 1/18/3/16/5/14, danach 1/18/3 und schließlich das schwerste Loch. Bei Gleichheit aller genannten Stechverfahren entscheidet das Los.
Ausschreibungsvorbehalt
Die Spielleitung hat in begründeten Fällen das Recht:
die jeweiligen Platzregeln zu ändern
die festgelegten Startzeiten zu verändern
die Ausschreibungsbedingungen zu ändern oder zusätzliche Bedingungen herauszugeben
Nach dem Start der ersten Spielgruppe sind Änderungen nur bei Vorliegen sehr außergewöhnlicher Umstände zulässig.
Meldung / Meldeschluss
Meldungen können (wenn nicht anders in der Ausschreibung angegeben) durch Eintragen in die Meldeliste im Clubhaus oder im Internet (mygolf.de) erfolgen. Die Meldegebühr ist in diesen Fällen beim Abholen der Scorekarte zu entrichten. Treten gemeldete Spieler nicht an oder ziehen Ihre Meldung nach Meldeschluss zurück, sind sie zur Zahlung der Meldegebühr verpflichtet. Ist für das Wettspiel kein anderer Meldeschluss angegeben, gilt als Meldeschluss 12 Uhr am Vortag des Wettspielbeginns.
Bei Wettspielen, in denen die Teilnahmeberechtigung durch eine Vorgabengrenze geregelt ist, gilt: Maßgebend für die Teilnahmeberechtigung ist die zum Meldeschluss gültige  EGA-Vorgabe. Für die einzelnen Turniere werden alle EGA-Stammvorgaben am Tag des Meldeschlusses über das DGV-Intranet aktualisiert.
Mindestanzahl TeilnehmerInnen
Die Spielleitung kann bei Eingang von weniger als 12 Meldungen entscheiden, das Wettspiel nicht auszutragen.
Beendigung von Wettspielen (Regel 34-1)
Zählspiele gelten mit der offiziellen Bekanntgabe der Ergebnisse als beendet. Lochspiele gelten mit der Meldung des Ergebnisses durch beide Spieler an die Spielleitung als beendet.
Doppelpreisausschluss
Sofern keine anderen Angaben in der Ausschreibung des Turniers gemacht sind, gilt der sogenannte „Doppelpreisausschluss“, d.h. es werden Preise in Nettowertungen nicht an Spieler vergeben, die in einer Bruttowertung bereits einen Preis gewonnen haben.
Preise in Sonderwertungen:
Für Wertungen „Nearest to the Pin“ gilt: Es zählt der erste Schlag des Spielers auf diesem Loch. Der Ball muss auf dem Grün liegen. Die Entfernung zwischen Ball und Loch wird gemessen. Ein eingelochter Ball wird mit 0 cm gewertet.
Für Wertungen „Longest Drive“ und „Nearest the Line“ gilt: Es zählt der erste Schlag des Spielers auf diesem Loch. Der Ball muss auf der kurz gemähten Rasenfläche (Fairway-Höhe oder kürzer) liegen.
Für Wertungen „Hole-in-One“ gilt: Es zählt der erste Schlag des Spielers auf diesem Loch. Der Ball muss nach diesem Schlag eingelocht sein (Score 1).
Schieben von Preisen
Bei den Wettbewerben „Men´s Day“, „Ladies´ Day“ und „Mercedes-Benz After Work Golf Cup“ werden Preise in Netto- und Bruttowertungen nur an Spieler vergeben, die während der Preisvergabe anwesend sind. Sind Personen nicht anwesend, werden die Preise an den/die nächstplatzierte(n) vergeben. Können Preise nicht vergeben werden, da keine Teilnehmer der entsprechenden Wertung anwesend sind, fallen die Preise an die Jugendkasse.
Datenschutz
Für alle Meldungen zu Wettspielen gilt:
Mir ist bekannt, dass mein Name, meine Vorgabe und meine Startzeit im Internet veröffentlicht werden. Mit der Meldung zum Wettspiel willige ich auch in die Veröffentlichung meines Namens, meiner Vorgabe und meines Wettspielergebnisses in einer Ergebnisliste im Internet ein.
Während meines Aufenthaltes auf dem Gelände oder während der Turniere können Fotografien, Videos und/oder Tondokumente erstellt werden. Mit Betreten des Geländes bzw. der Teilnahme an einem Turnier erkläre ich mich damit einverstanden, dass der Royal St. Barbara's Dortmund Golf Club, die Werke verwendet.
EDS-Runden
Jedes aktive Mitglied des Royal Saint Barbara´s Dortmund Golf Club e.V. ist im Rahmen der Regelungen des DGV-Vorgabensystems berechtigt, EDS-Runden zu spielen.
Eine Anmeldung zur EDS-Runde muss unter Angabe der folgenden Einzelheiten erfolgen:
Datum der Runde
Name des Spielers
Name und Stammvorgabe des Zählers
Bezeichnung der Zählspielabschläge, von denen gespielt werden soll
EDS-Runden über 9 Löcher finden auf den Löchern 1 bis 9 statt. An einem Tag darf ein Spieler nur eine 9-Loch-EDS-Runde spielen.
Die Zählkarte ist unverzüglich nach Beendigung des Extra Day Scores abzugeben, nachdem Zähler und Spieler diese unterzeichnet haben. Abgabeort ist das Sekretariat. Sollte das Sekretariat nicht besetzt sein, ist die Zählkarte durch Einwurf in den Greenfee-Einwurf abzugeben.
Extra Day Scores werden nach den offiziellen Golfregeln des DGV gespielt und nach dem DGV-Vorgabensystem ausgerichtet. Einsicht in diese Regelungen kann im Sekretariat genommen werden.
Spielform einer EDS-Runde ist Zählspiel nach Stableford gemäß Regel 32.
Spielleitung ist der Vorgabenausschuss des Royal Saint Barbara´s Dortmund Golf Club e.V.
Schwerwiegender Etiketteverstoß
Im Falle eines schwerwiegenden Verstoßes gegen die Etikette kann die Spielleitung nach Regel 33-7 den Spieler oder die Mannschaft disqualifizieren. Ein schwerwiegender Verstoß gegen die Etikette liegt insbesondere vor, wenn SpielerInnen z.B. Schläger schmeißen oder sich gegenüber Platzrichtern/Spielleitern ungebührlich benehmen.
Dortmund, 16.05.2018